GI NRW

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Promotionen - Kooperativ

Public Lecture Series Beitrag der GI NRW Fachgruppe Risiko-Sicherheit-Resilienz

Das Internationale Zentrum für nachhaltige Entwicklung (IZNE) trägt zusammen mit dem Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr (IRG) der TH Köln und der Fachgruppe Risiko-Sicherheit-Resilienz des GI NRW zur öffentlichen Vorlesungsreihe des Bonner Netzwerkes internationaler Katastrophenschutz und Risikomanagement bei. Am 23. Januar 2019 wird Herr Junaid Seria, Head of Catastrophe Risk Modelling and Governance, SCOR Global P&C, London einen Vortrag zum Thema „Building Resilient Cities – the Role of Re/insurance“ halten. 

Uni Bonn TV hat ein schönes Video zur Public Lecture Series veröffentlicht: https://www.youtube.com/watch?v=pHmzUGK1Aqk

Herr Junaid Seria ist Head of Catastrophe Risk Modelling and Governance, SCOR Global P&C, London. Ein Einblick in seine Arbeit gibt es hier: https://youtu.be/-nUkTIES5XI.

Wann: 23.01.2019, 18:15-19:45 mit anschließendem Empfang

Wo:  Geographisches Institut der Universität Bonn, Meckenheimer Allee 166

 

 

Workshop: Klima und urbane Resilienz - Die Rolle von Versicherungen

Die Fachgruppe Risiko-Sicherheit-Resilienz wird in Kooperation mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und MunichRe eine Workshop bei der DRK Fachtagung Katastrophenvorsorge am 28.- 29.10.2019 in Berlin ausrichten.

Interessierte können sich ab Anfang August anmelden! https://www.fachtagung-katastrophenvorsorge.de

 

Beschreibung des Workshops

Schäden und Verluste durch Katastrophenereignisse wie etwa Hochwasser, Stürme usw. entstehen durch Interaktionen zwischen der Umwelt und menschlichem Handeln. Global, national, regional und lokal werden Maßnahmen ergriffen.

Auf globaler Ebene sind u.a. das Sendai Framework, die Agenda 2030 mit den Sustainable Development Goals (SDGs), das Pariser Klimaschutzabkommen sowie die New Urban Agenda zu nennen. Ihnen allen gemeinsam ist das Ziel der Resilienz, sowohl mit Gegenmaßnahmen zuvor (Abschwächung, Mitigation) als auch nach dem Katastrophenereignis (Adaption). Voraussetzung ist eine nachhaltige Entwicklung, die das Vorkommen von, Risiken und Anfälligkeiten gegenüber Katastrophen verhindern bzw. abschwächen kann und gleichzeitig Leitlinie eines integrativen Katastrophenrisikomanagements ist.

Erst- und Rückversicherer können einen entscheidenden Beitrag zur Stärkung der Resilienz leisten. Privatpersonen und Unternehmen haben die Möglichkeit, sich klassisch gegen Elementarschäden (Sturm, Hochwasser etc.) zu versichern. Geht es jedoch darum, die Resilienz von Kommunen, Großstädten oder gar Staaten gegenüber Katastrophenereignissen zu stärken, bedarf es weitergehender Konzepte. Zunächst verfügen insbesondere die Rückversicherer aufgrund ihrer globalen Vernetzung über das erforderliche Knowhow, Katastrophenrisiken abzuschätzen und die Wirkungsketten aufzuzeigen. Dies kann einen wichtigen Beitrag liefern, kritische Infrastrukturen resilient zu gestalten. Ein weiteres Instrument zur Absicherung gegen die Folgen größerer Naturkatastrophen sind sogenannte „Katastrophenanleihen“ (Catbonds); sie erlauben die Großrisiken, die eine spezielle Region treffen können (z.B. Erdbeben in Japan) weltweit zu streuen. Daneben gibt es als aktuelle Instrumente auch Resilience Bonds, oder auch Climate Risk Insurance. Versicherer verstehen sich zunehmend nicht mehr als reine Schadenregulierer, sondern als Partner im Risikomanagement.