GI NRW

Graduierteninstitut

Promotionen - Kooperativ

Qualitätssicherung

Ziel des PK NRW ist es, einen sehr hohen Qualitätsstandard der Promotionen an HAW sicherzustellen. Für die derzeit unterstützten kooperativen Promotionen bezieht sich das auf die angebotenen Qualifizierungselemente sowie auf die Betreuung seitens der professoralen Mitglieder des PK NRW. Bei der angestrebten Ausübung eines eigenen Promotionsrechts bezieht sich die Sicherstellung einer hohen Qualität auf alle Strukturen und Prozesse des Promotionsgeschehens.

Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft im PK NRW ist sowohl für professorale Mitglieder als auch für Promovierende an die Erfüllung qualitätssichernder Kriterien gekoppelt. Professorale Mitglieder müssen über Drittmittel und Publikationstätigkeiten aktive Forschungstätigkeiten belegen. Für Promovierende sind wissenschaftliches Potential sowie ein anspruchsvolles und innovatives Dissertationsprojekt Voraussetzung für die Aufnahme als Mitglied. Sowohl Professor*innen als auch Promovierende der Trägerhochschulen des PK NRW können jederzeit die Mitgliedschaft über das Online-Portal beantragen. Weitere Informationen zur Mitgliedschaft und den Mitgliedschaftskriterien finden sich auf den Seiten der jeweiligen Abteilungen und in der Mitgliederordnung.

Promotionsverfahren

Elemente der Qualitätssicherung im angestrebten Promotionsverfahren nach eigenständigem Promotionsrecht sind die Annahme als Doktorand*in, die Betreuung durch ein Team, Struktur und qualifizierende Elemente der Promotionsprogramme, Begutachtung der Dissertation durch mindestens drei Personen und die Prüfung in Form einer Disputation.

Im Annahmeprozess wird sichergestellt, dass die gesetzlichen Voraussetzungen bei der promotionsinteressierten Person gegeben sind, ein wissenschaftlich tragfähiges Thema, alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Durchführung der Forschung sowie eine fachlich kompetente Betreuung vorliegen.

Für die Begutachtung der Dissertation werden drei Gutachter*innen vorgesehen, die die Qualifikation professoraler Mitglieder haben oder Professor*in an einer Universität sein müssen. Mindestens eine dieser Personen gehört nicht dem Betreuungsteam an und mindestens eine Person stammt nicht von einer Hochschule des Betreuungsteams. Damit ist ein wichtiges externes Element in die Qualitätssicherung der Dissertation eingebracht, ohne die Betreuer*innen ganz aus dem Begutachtungsprozess auszuschließen.

Promotionsprogramme

Promotionsprogramme stellen sicher, dass die Promovierenden mit ihrer Forschung in einen größeren wissenschaftlichen Kontext eingebunden sind, dass sie über ihr engeres Forschungsgebiet hinaus Einblicke in benachbarte und übergeordnete Themen gewinnen und somit eine Einordnung ihrer eigenen Forschung in die Wissenschaftslandschaft vornehmen können. Für kooperativ Promovierende ist die Teilnahme an den strukturierten Promotionsprogrammen optional, wird aber empfohlen. Die Programme bieten eine Struktur, mit der fachliche und überfachliche Qualifikationen erworben und Promovierende auf eine berufliche Zukunft innerhalb und außerhalb des Wissenschaftssystems vorbereitet werden.

Die Promotionsprogramme sind in einen Pflicht- und einen Wahlbereich strukturiert. Zu den verpflichtenden Elementen jedes Promotionsprogramms gehören eine Ringvorlesung, mit der der größere wissenschaftliche Zusammenhang des Programms vermittelt wird, Veranstaltungen zur guten wissenschaftlichen Praxis und zur Ethik sowie Verantwortung in der Gesellschaft, drei Methodenworkshops bzw. vertiefende fachliche Veranstaltungen sowie je zwei Doktorand*innen-Kolloquien und Fortschrittsberichte.

Gute wissenschaftliche Praxis und Ombudsverfahren

Das PK NRW erstellt auf der Basis des DFG-Kodex eine eigene Ordnung für gute wissenschaftliche Praxis und regelt dabei das Ombudsverfahren sowie die Benennung der Ombudspersonen. In Verdachtsfällen wissenschaftlichen Fehlverhaltens haben Professor*innen und Promovierende die Möglichkeit, wahlweise Ombudspersonen der jeweiligen Hochschule oder des Promotionskollegs NRW in Anspruch zu nehmen.

Ein besonderes Augenmerk gilt dem ethischen Kontext der Forschung, der in den neuen DFG-Leitlinien fokussiert wird. Bei allen Forschungsvorhaben soll eine Abschätzung der Forschungsfolgen und die Beurteilung der jeweiligen ethischen Aspekte erfolgen. Die Hochschulen und das PK NRW tragen gemeinsam Verantwortung für die Regelkonformität des Handelns ihrer Mitglieder und setzen diese durch geeignete Organisationsstrukturen (z.B. Ethikkommission oder Kommission zur Verantwortung in der Wissenschaft) um. Sie entwickeln verbindliche Grundsätze zur Forschungsethik und etablieren Verfahren für die Beurteilung von Forschungsvorhaben.

Das Promotionskolleg bietet den Doktorand*innen im Rahmen der Programme Raum für die Reflexion ethischer Fragen in Verbindung mit der eigenen Forschung und deren Anwendung.

Evaluation

Gegenstand regelmäßiger Evaluationen sind die Qualifizierungselemente, die Betreuung, die Promotionsprogramme, die Abteilungen sowie das Promotionskolleg NRW als Ganzes einschließlich der Erfüllung seines hochschulpolitischen Auftrags. Eine besondere Rolle dabei hat der wissenschaftliche Beirat, der an der Evaluation der Promotionsprogramme, der Abteilungen und des Promotionskollegs beteiligt wird.

Näheres zur Struktur, Durchführung und den Zeiträumen der unterschiedlichen Evaluationsphasen regelt die Evaluationsordnung.

Wissenschaftlicher Beirat

Der wissenschaftliche Beirat berät die Organe des PK NRW, insbesondere die Trägerversammlung und den Vorstand, in wissenschaftlichen, programmatischen und strategischen Fragen und begleitet, fördert und bewertet dadurch die Aufgabenerfüllung des Kollegs. Er achtet in besonderer Weise darauf, dass das Promotionsgeschehen im Promotionskolleg NRW anschlussfähig an den nationalen und internationalen Wissenschaftsbetrieb ist.

Darüber hinaus agiert der wissenschaftliche Beirat als zentrales Organ im Bereich der Qualitätssicherung. Er ist abteilungsübergreifend umfassend in die Prozesse der Evaluation und in die strategische Entwicklung der Qualität eingebunden und fokussiert die Ausrichtung des Promotionskollegs NRW auf ein hohes wissenschaftliches Niveau. Hierfür arbeitet er mit Akteuren verschiedener Ebenen zusammen, insbesondere mit der Trägerversammlung, dem Vorstand und den Abteilungsdirektorien.