GI NRW

Graduierteninstitut

Promotionen - Kooperativ

Kooperative Promotion

Die Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Nordrhein-Westfalen haben über §§ 67 und 67a HG das Recht auf kooperative Promotionen. Hierzu ist die Kooperation mit Universitäten Voraussetzung. Der Doktorgrad kann jedoch ausschließlich von Universitäten oder promotionsberechtigten Hochschulen vergeben werden. Um dem wissenschaftlichen Nachwuchs der HAW die Perspektive einer Promotion zu ermöglichen, arbeiten die HAW mit Universitäten oder promotionsberechtigten Hochschulen zusammen.

Von einer kooperativen Promotion spricht man daher, wenn ein Promotionsverfahren in Kooperation zwischen einer Universität oder promotionsberechtigten Hochschule und einer HAW durchgeführt wird. Die wissenschaftliche Arbeit erfolgt dabei i.d.R. an der HAW. Dabei schaffen die Universitäten und promotionsberechtigten Hochschulen die Möglichkeit, dass Professor*innen der HAW als Betreuer*innen, Gutachter*innen und Prüfer*innen im Promotionsverfahren gleichberechtigt mitwirken.

Ein Entwicklungsschritt der Kooperation von Universitäten mit HAW wurde durch die Empfehlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) zur Handhabung der kooperativen Promotion gemacht, die am 13.05.2015 verabschiedet wurde. Hierin verpflichten sich die Universitäten zu einer systematischen Institutionalisierung der Zusammenarbeit mit HAW und in ihren Promotionsordnungen zur Schaffung von diskriminierungsfreie Regelungen für die Promotionsberechtigung von HAW-Absolvent*innen und die Prüfungsberechtigung für Professor*innen und der HAW.

Vorteile

Die kooperative Promotion bietet folgende Vorteile:

  • Perspektiven und Impulse von Universität und HAW, auch durch Beteiligung an unterschiedlichen Qualifizierungsprogrammen
  • Verbindung von theorie- und anwendungsbezogener Forschung
  • Bildung eines größeren Netzwerkes unter Einbezug der unterschiedlichen Hochschultypen
  • Erfahrungsaustausch und Forschungsaktivitäten über Hochschultypen hinweg
  • Synergieeffekte durch die Bündelung der Kernkompetenzen der Hochschultypen
  • durch den Einbezug der anwendungsbezogenen Forschung frühzeitige Kontakte in die Wirtschaft und Industrie